Enpal vs. 1KOMMA5° – und was aus Zolar wurde (Vergleich 2026)

Enpal und 1KOMMA5° im neutralen Vergleich: Mietmodell vs. Kauf mit Energiemanagement. Plus: Zolar ist insolvent – was Bestandskunden jetzt wissen müssen.

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Enpal und 1KOMMA5°: zwei Modelle – und ein Anbieter, den es nicht mehr gibt

Enpal und 1KOMMA5° gehören zu den bekanntesten überregionalen Photovoltaik-Anbietern in Deutschland. Der dritte große Name der vergangenen Jahre, Zolar, ist insolvent und hat das Endkundengeschäft eingestellt – was das für Bestandskunden bedeutet, erklären wir weiter unten. Enpal und 1KOMMA5° unterscheiden sich weniger in der Technik als im Geschäftsmodell – also darin, wie du die Anlage bekommst und bezahlst. Dieser Vergleich erklärt die Modelle sachlich; konkrete Preise nennen wir bewusst nicht, da sie individuell vom Angebot abhängen und sich laufend ändern. Verlässlich vergleichen lässt sich nur mit mehreren konkreten Angeboten.

Enpal: Miete oder Kauf aus einer Hand

Enpal ist vor allem für sein Mietmodell bekannt geworden: Du zahlst keine Anschaffungskosten, sondern eine feste monatliche Miete über eine lange Laufzeit (üblicherweise 20 Jahre). Enpal bleibt Eigentümer der Anlage; Planung, Installation, Wartung, Reparatur und Versicherung sind im Paket enthalten. Seit 2024 bietet Enpal die Anlagen zusätzlich zum Kauf an.

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1KOMMA5°: Kauf mit Energiemanagement

1KOMMA5° setzt kein klassisches Mietmodell ein, sondern verkauft die Anlagen – häufig im Paket mit Speicher, Wallbox und dem eigenen Energiemanagement-System „Heartbeat" sowie dynamischen Stromtarifen. Finanziert wird in der Regel über einen Bankkredit (z. B. KfW 270); die monatliche Rate kann sich wie eine Miete anfühlen, am Ende gehört die Anlage aber dir.

Zolar ist insolvent: Was Bestandskunden jetzt wissen müssen

Zolar war primär als Online-Plattform bekannt, über die sich eine Anlage konfigurieren und kaufen ließ; installiert wurde über Partnerbetriebe. Über 10.000 Anlagen hat das Berliner Unternehmen so realisiert und dafür rund 140 Mio. € Wagniskapital eingesammelt. Doch schon im September 2024 zog sich Zolar aus dem Endkundenmarkt zurück, um sich auf B2B-Software zu konzentrieren. Am 1. August 2025 eröffnete das Amtsgericht Charlottenburg das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung; inzwischen firmiert das Unternehmen als GmbH i. L. („in Liquidation") und wird abgewickelt. Das Endkundengeschäft ist dauerhaft eingestellt. Die Installer-Services übernahm im Oktober 2025 der niederländische Anbieter Sollit; für Altkunden bietet Otovo ein Servicepaket an.

Was Zolar-Bestandskunden jetzt tun sollten:
  1. Garantien richtig zuordnen: Die Herstellergarantien auf Module, Wechselrichter und Speicher bestehen unabhängig von Zolar fort – Ansprüche richtest du direkt an den jeweiligen Hersteller. Nur Zolars eigene Service- und Gewährleistungszusagen sind durch die Liquidation faktisch entwertet.
  2. Wartungs- und Serviceverträge prüfen: Laufende Verträge mit Zolar werden nicht mehr erfüllt – Zahlungen prüfen und gegebenenfalls rechtlich beraten lassen.
  3. Neuen Servicepartner suchen: Otovo bietet ehemaligen Zolar-Kunden ein Servicepaket an; alternativ übernehmen lokale Fachbetriebe Wartung, Monitoring und Reparaturen.

Enpal vs. 1KOMMA5°: Miete oder Kauf – die Grundsatzfrage

KriteriumMietmodell (Enpal)Kaufmodell (1KOMMA5°, lokale Betriebe)
Anfangsinvestitionkeineja (oder Finanzierung)
Eigentumerst am Laufzeitendesofort bzw. nach Tilgung
Service/Wartung/Versicherungim Paket enthaltenselbst zu organisieren bzw. separat
Gesamtkosten über 20 Jahretendenziell höhertendenziell niedriger
Aufwand für dichsehr geringetwas höher

Diese Einordnung ist eine allgemeine Tendenz – die konkrete Wirtschaftlichkeit hängt immer vom individuellen Angebot ab.

Worauf es beim Vergleich wirklich ankommt

Unabhängig vom Anbieter solltest du auf dieselben Punkte achten: Komponenten (Module, Wechselrichter, Speicher), Garantie- und Servicebedingungen, Laufzeiten und – beim Mietmodell – was am Ende der Laufzeit passiert. Die Zolar-Pleite zeigt außerdem: Achte auf die wirtschaftliche Stabilität des Anbieters und darauf, welche Zusagen von den Komponenten-Herstellern kommen (die bleiben) und welche nur vom Anbieter selbst (die stehen und fallen mit ihm). Da sich die Angebote stark unterscheiden, lohnt sich der Vergleich mehrerer Angebote am meisten.

Fazit

Es gibt nicht „den besten" Anbieter, sondern das passende Modell: Das Mietmodell (Enpal) nimmt dir Aufwand und Anfangskosten ab, ist über die Laufzeit aber meist teurer. Kaufmodelle (1KOMMA5° oder lokale Fachbetriebe) führen zu Eigentum und niedrigeren Gesamtkosten, erfordern aber Investition oder Finanzierung. Zolar ist als Anbieter vom Markt verschwunden – Bestandskunden halten sich an die Herstellergarantien und das Otovo-Servicepaket. Eine ausführliche Übersicht aller Anbietertypen findest du im großen Anbieter-Vergleich. Am sichersten entscheidest du mit mehreren konkreten Angeboten – diese erhältst du über unseren Solar-Angebotsvergleich.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Enpal und 1KOMMA5°?
Der zentrale Unterschied liegt im Modell: Enpal ist vor allem für sein Mietmodell bekannt (keine Anfangskosten, feste Monatsmiete, Rundum-Service, Enpal bleibt Eigentümer; seit 2024 auch Kauf möglich). 1KOMMA5° setzt auf den Kauf – oft mit Speicher, Wallbox und dem Energiemanagement „Heartbeat" sowie dynamischen Stromtarifen; finanziert über Kredit, am Ende gehört die Anlage dir.
Ist Zolar insolvent?
Ja. Am 1. August 2025 eröffnete das Amtsgericht Charlottenburg das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das Endkundengeschäft ist dauerhaft eingestellt, das Unternehmen firmiert als GmbH i. L. und wird liquidiert. Bereits im September 2024 hatte sich Zolar aus dem Endkundenmarkt zurückgezogen. Die Installer-Services übernahm im Oktober 2025 der niederländische Anbieter Sollit.
Was passiert mit meiner Zolar-Garantie?
Die Herstellergarantien auf Module, Wechselrichter und Speicher gelten unabhängig von Zolar weiter – wende dich bei Defekten direkt an den jeweiligen Hersteller. Nur Zolars eigene Service- und Garantiezusagen sind durch die Liquidation faktisch entwertet. Prüfe laufende Wartungsverträge und sieh dir das Servicepaket an, das Otovo ehemaligen Zolar-Kunden anbietet.
Ist Mieten oder Kaufen einer Solaranlage günstiger?
Über die gesamte Laufzeit von rund 20 Jahren ist der Kauf rechnerisch meist günstiger als die Miete, weil keine dauerhafte Mietzahlung anfällt und die Anlage in dein Eigentum übergeht. Das Mietmodell punktet dafür mit null Anfangsinvestition und einem Komplett-Service. Welche Variante passt, hängt von Budget, Eigenkapital und gewünschtem Aufwand ab.
Welcher Photovoltaik-Anbieter ist der beste?
Es gibt nicht „den besten" Anbieter – entscheidend ist das passende Modell und das konkrete Angebot. Mietmodelle nehmen Aufwand und Anfangskosten ab, Kaufmodelle führen zu Eigentum und meist niedrigeren Gesamtkosten. Da sich Preise und Leistungen stark unterscheiden, ist der Vergleich mehrerer konkreter Angebote der zuverlässigste Weg.

Weitere Themen: Solar-Angebote, Solar-Rechner, Förderung 2026.


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