Teileinspeisung vs. Volleinspeisung 2026: Vergütungssätze, Unterschiede und für wen sich welche Variante lohnt. Mit aktuellen ct/kWh-Sätzen und klarer Faustregel.
Wer eine Photovoltaikanlage betreibt, muss sich entscheiden, wie der erzeugte Strom vergütet wird. Es gibt zwei Modelle:
Beide Modelle erhalten eine gesetzlich für 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung – allerdings in unterschiedlicher Höhe.
Für Inbetriebnahmen vom 1. Februar bis 31. Juli 2026 gelten die ersten Werte; zum 1. August 2026 greift die nächste Degressionsstufe (Werte in Klammern):
| Anlagengröße | Teileinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | 7,78 (ab 01.08.: 7,70) ct/kWh | 12,34 (ab 01.08.: 12,22) ct/kWh |
| 10 bis 40 kWp | 6,73 (6,66) ct/kWh | 10,35 (10,24) ct/kWh |
Auf den ersten Blick wirkt die Volleinspeisung mit 12,34 bzw. 12,22 ct/kWh deutlich attraktiver – sie wird für jede eingespeiste Kilowattstunde rund 60 % höher vergütet. Doch dieser Vergleich greift zu kurz.
Stichtag 31.12.2026: Feste Vergütung nur noch für Anlagen, die dieses Jahr ans Netz gehen
Die EEG-Novelle ersetzt die 20-Jahres-Vergütung für Neuanlagen ab 2027. Von der Angebotsanfrage bis zur Inbetriebnahme vergehen typisch 8–16 Wochen – wer den Bestandsschutz will, sollte jetzt vergleichen.
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Der entscheidende Punkt ist der Wert des selbst verbrauchten Stroms. Jede Kilowattstunde, die du selbst nutzt, spart dir den Bezug aus dem Netz – und der kostet rund 36 ct/kWh (BDEW-Durchschnitt April 2026: 37,0 ct).
Damit ist selbst verbrauchter Solarstrom (≈ 36 ct/kWh Ersparnis) etwa dreimal so viel wert wie die beste Volleinspeisungsvergütung (12,34 bzw. 12,22 ct/kWh). Für ein normales Einfamilienhaus mit einem Eigenverbrauch von 30 % oder mehr ist die Teileinspeisung daher fast immer wirtschaftlicher.
Die Volleinspeisung ist nur dann sinnvoll, wenn der Eigenverbrauch sehr gering ist – typischerweise unter 15–20 %. Das kommt vor allem in diesen Fällen vor:
Wer dagegen tagsüber zu Hause ist, eine Wärmepumpe oder ein E-Auto betreibt oder einen Batteriespeicher nutzt, fährt mit der Teileinspeisung besser.
Je höher dein Eigenverbrauch, desto klarer gewinnt die Teileinspeisung. Erst bei einem Eigenverbrauch unter etwa 15–20 % kann die Volleinspeisung die bessere Wahl sein.
Die Einspeiseart wird dem Netzbetreiber gemeldet und die Anlage im Marktstammdatenregister registriert. Die Volleinspeisung muss dem Netzbetreiber aktiv gemeldet werden – in der Regel vor Beginn des jeweiligen Kalenderjahres. Ein späterer Wechsel ist grundsätzlich möglich, sollte aber rechtzeitig angekündigt werden.
Für die allermeisten Eigenheimbesitzer ist die Teileinspeisung mit hohem Eigenverbrauch das wirtschaftlichste Modell, obwohl die Volleinspeisung pro Kilowattstunde mehr Geld bringt. Der Grund: Selbst genutzter Strom ist wertvoller als jede Einspeisevergütung. Mehr zu den Sätzen und ihrer Entwicklung findest du im Ratgeber Einspeisevergütung 2026; wie sich die Anlage insgesamt rechnet, zeigt der Ratgeber Wann rechnet sich eine PV-Anlage?.
Weitere Themen: Solar-Angebote, Solar-Rechner, Förderung 2026.
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